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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer



marcel_reelcollector
29.01.13, 17:47
Hallo und Petri Heil an alle!
Auf unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass es im vergangenen Jahr zum ersten Mal
zu einem verstärkten Algenwachstum in unserem Vereins-Gewässer gekommen ist.

Der Vorstand wurde in der Folge dazu aufgefordert, einen Notfallplan zu erstellen, was zu tun ist, sollte sich ein umkippen tatsächlich androhen.
Unser Gewässer ist etwa 2 Hektar groß etwa 2,2m tief hat einen Oberflächenwasserzulauf und einen Ablauf und liegt relativ windgeschütztr in einer Senke.

Hat jemand hier schon einmal einen solchen Notfallplan erstellt?

Oder kann jemand aus (leidvoller) Erfahrung berichten welche Maßnahmen ergriffen wurden/ergriffen werden sollten?

Gibt es Dienstleister/Institutionen die im Falle eines Falles eine Hilfestellung leisten?

Für Eure Hilfe wären wir sehr dankbar und würden einen entsprechenden Plan auch gerne hier im Forum teilen.

Viele Grüße

marcel_reelcollector

Toni
29.01.13, 19:54
Hallo Marcel,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum.

Zu deiner Frage: Als erstes würde ich mal Gedanken sammeln was überhaupt passieren kann. So mal auf die Schnelle mögliche Bedrohungsszenarien:

- pH Wert kippt aufgrund biogener Entkalkung im Sommer ins stark basische
- Sauerstoffmangel aufgrund der Atmung der Pflanzen in der Nacht
- Sauerstoffzehrung nach dem Absterben der Pflanzen im Herbst (würd ich am ehesten fürchten)
- ....

Als "Dienstleister" z.B bei Sauerstoffmangel hat sich sicher die Feuerwehr bewährt.

Viel wichtiger als sich für den Notfall zu rüsten erscheint mir allerdings erstmal die Beobachtung des Gewässers, um überhaupt mal festzustellen welche Art von Notfall denn droht, und um gegenzusteuern bevor er eintritt. Also erstmal Ermittlung der wichtigsten chemischen und physikalischen Parameter.

Sauerstoff vor allem jetzt, unter Eis, und den tageszeitlichen Verlauf im Sommer; pH-Wert vor allem über den Tag im Sommer; und die üblichen Werte Phosphor, Stickstoff, Karbonat..

Mattes
29.01.13, 21:18
Eisläufer verhindern.
Regelmäßige Sauerstoffmessungen, insbesondere 08:00 Uhr morgens.
Nitrat, Nitrit, PH, O2, Gesamthärte, Karbonathärte messen.
Ursachenforschung betreiben.

Woher beziehen die Algen plötzlich die Nahrung. Wie sieht es mit der Flora insgesamt aus? Wie war es "früher"? Sind genügend Abnehmer für Nährstoffe vorhanden? Gibt es Einleitung von nährstoffreicher Fracht? Wird der Zulauf kontrolliert/gemessen?

So einfach lassen sich Maßnahmen nicht nennen, ohne die Ursachen zu kennen. Kurzfristig lässt sich an solchen Ökosystemen höchstens der Sauerstoffgehalt ein wenig heben. Toni nannte bereits die Feuerwehr.

Kommerzielle Anbieter können immer helfen! Pümpchen hier, Pülverchen dort, See OK. Kohle im Sack.

Sollten erhöhte Nährstoffe der Grund sein, hilft sanfte Entnahme auf Dauer ---> Recherche "Schwimmende Inseln" Immer im Kombi mit weiterführenden Maßnahmen. Ist die windeintragende Seite frei? Wird angefüttert? Welche Mengen. Lass mich zum Thema Karpfen raten: Sind drinn, nicht wenige, oder?

Ach ja: Willkommen im Forum. Freue mich auf deine Vorstellung.:Knüppel:

Schnickes
29.01.13, 23:22
Was heißt denn "ein Algenwachstum"?
In unserem Gewässer kommt es mehrmals zu starken Algenschüben, aber da kippt doch das Gewässer nicht gleich um.

Toni
01.02.13, 09:25
Was heißt denn "ein Algenwachstum"?
In unserem Gewässer kommt es mehrmals zu starken Algenschüben, aber da kippt doch das Gewässer nicht gleich um.

Sehe ich genauso. So schnell kippt so ein See wohl nicht um. Aber es ist doch ein willkommener Anlass sich näher mit der Pfütze zu beschäftigen. So ein Algenteppich macht halt die Mitglieder nervös. Sieht ja auch nicht schön aus. Ich hab auch so einen kleinen Baggersee zu betreuen. An dem hat sich vermutlich nichts geändert ausser, dass der Sturm auf einer Seite im vorigen Jahr komplett die Beschattung weggenommen hat. Plötzich blühen die Algen und jeder spricht darüber.

rudi
06.02.13, 11:21
Hallo Marcel,
zu allererst wilkommen im Forum.
Zum zweiten, cool bleiben.

Unser Gewässer ist etwa 2 Hektar groß etwa 2,2m tief hat einen Oberflächenwasserzulauf und einen Ablauf und liegt relativ windgeschütztr in einer Senke.

Warum sollte ein Gewässer mit Zu und Ablauf umkippen?
Es wird doch 365 Tage im Jahr durch den Zulauf mit Sauerstoff versorgt!
Allerdings kommen damit auch Wachstumsstoffe für Pflanzen.
Ich kenne das Gewässer nicht, könnte mir aber vorstellen, durch einbringen von Bruchsteinen im Zulauf, die Sauerstoffversorgung zu verbessern.
Ebenso, durch einen künstlichen Gumpen, im Zulauf die natürliche Nährstofffracht zu sammeln und durch ausheben zu reduzieren.
Gruß
Rudi

Jürgen W aus T
09.02.13, 22:32
Natürlich kann ein solches Gewässer umkippen - wir hatten vor einigen Jahren im letzten Moment gemerkt was dort passiert. Zum Glück gibt es eine THW gruppe mit Pumpen bei uns die uns schnell geholfen haben.
Unser Gewässer ist im Prinzip ein verbreiterter Bachlauf mit 2 Staustufen.
Im Spätsommer, durch Niedrigwasser und Biomasseeintrag, kam es zum dem Problem.

Mattes
10.02.13, 09:43
Moin,

Marcel erweckt den Eindruck, als würde ihn sein eigenes Hilfegesuch nicht mehr interessieren. Einen Tag nach Eröffnung seines Beitrag hat er noch mal rein gesehen und war seit her nicht mehr hier.

Ich denke, wir können uns das Ganze sparen.

marcel_reelcollector
13.02.13, 19:48
Hallo zusammen,

danke für Euer Feedback. Lieber Mattes, nicht so schnell in den Sack hauen, es ist Winter, da sind nicht nur die Fische träge, da kenn es schon mal was dauern:hüpf:Ich bin jedenfalls noch voll interessiert.

Warum soll man bei einem vom Umkippen bedrohten Gewässer Eisläufer vermeiden? Kleine Begründung wäre hier sicher hilfreich zur Umsetzung.

Die Feuerwehr oder das THW können quasi nur so was wie "Erste Hilfe" leisten, aber ob der Patient, in dem Fall der See, dann überlebt bleibt fraglich, da nicht nachhaltig.

Eine Firma, die einen der Villeseen dauerhaft belüftet haben wir schon mal aufgetan, ist natürlich arg teuer, könnte aber für uns in Kooperation mit dem See unter uns, der von einem großen Energieversorger bewirtschaftet wird und in den unser Wasser abläuft im Notfall eine weitere Option sein.

Übermäßige Phosphatwerte und übermäßiges Füttern können wir ausschließen, Boiliefischer haben wir nicht, Anfüttern ist nur direkt beim Angeln erlaubt und nur ein Liter und selbst da glaube ich reden wir insgesamt von Mengen, an denen sich drei Karpfen nicht ein Mal sattessen können.

Der pH-Wert Liegt je nach Jahreszeit, Tageszeit und Entnahmeort zwischen 7,5 und 8,5. Da sehe ich nichts kritisches, oder?

Hat schon mal jemand was von Euch über Kalkzuführung gehört?

Karpfen gibt es, allerdings hat eine Frühjahrsvirämie 2010 die dicksten Brocken weggerafft, der Bestand ist eher klein. Allerdings haben wir einen sehr hohen Hechtbestand, der uns geholfen hat unsere Neozoen (Sonnenbarsche), die es im Überfluß gab, auszurotten. Damit einher ging allerdings auch die weitestgehende Ausrottung der Weißfische, die sich 2011 noch zahlreich vermehrt hatten. Bei einer Elektrobefischung im Mai letzten Jahres konnten wir nur noch Einzelexemplare von Rotauge und Rotfeder im Schilf finden, dafür aber ausreichend Hecht- und Barsch-Nachwuchs.

Ach so und dann sollte ich mich vorstellen: Ich bin Geschäftsführer eines kleinen Angelvereins im Kölner Westen mit 27 aktiven Anglern, seit 6 Jahren im Vorstand und aufgrund der Internet-Affinität ausgesucht worden, hier zu posten.

Freue mich auf weitere Diskussionen

Marcel

Günter
13.02.13, 21:04
Warum soll man bei einem vom Umkippen bedrohten Gewässer Eisläufer vermeiden? Kleine Begründung wäre hier sicher hilfreich zur Umsetzung


Generell sollte bei einem Besetzten zugefrorenem Gewässer nicht Schlittschuh gelaufen werden, weil dadurch die Fische beunruhigt werden und dadurch ihre Energie verlieren.

Mattes
13.02.13, 22:16
@Marcel: :top:

Ich find´s immer gut, wenn Leute lachen, wenn man sie kitzelt.


Warum soll man bei einem vom Umkippen bedrohten Gewässer Eisläufer vermeiden? Kleine Begründung wäre hier sicher hilfreich zur Umsetzung.

Ein Gewässer, welches "kippt", weißt in den meisten Fällen keine hohen Sauerstoffwerte auf. Erst mal liegt diese Vermutung nahe, bis das Gegenteil bewiesen wurde.

Fische flüchten unter der Eisdecke vor dem akustischem Spektakel. Die plötzliche Unterbrechung der Winterruhe und die Flucht verlangt mehr Sauerstoff. Der ist unter der Eisdecke, womöglich schneebedeckt, kaum vorhanden. Du glaubst kaum, wie viele Tiere dies das Leben kosten kann. Habe mal einen Fall dokumentiert, wo Baumbeseitigungen im Winter durchgeführt wurden und die Äste auf die Eisfläche gekracht sind.

http://www.gw-forum.de/showthread.php?351-Winteropfer&highlight=winteropfer

http://www.gw-forum.de/album.php?albumid=20

Es gab dann die Idee zur Verhinderung von Eisläufern ein wenig Sand oder Granulat auf die Eisfläche zu streuen.

Toni
15.02.13, 12:07
Die Feuerwehr oder das THW können quasi nur so was wie "Erste Hilfe" leisten, aber ob der Patient, in dem Fall der See, dann überlebt bleibt fraglich, da nicht nachhaltig.

Genau




Eine Firma, die einen der Villeseen dauerhaft belüftet haben wir schon mal aufgetan, ist natürlich arg teuer, könnte aber für uns in Kooperation mit dem See unter uns, der von einem großen Energieversorger bewirtschaftet wird und in den unser Wasser abläuft im Notfall eine weitere Option sein.


Das geht wohl in die selbe Richtung. Ich denke mit sowas kann man ein krankes Gewässer einige Zeit künstlich am Leben halten, aber nachhaltig ist das eher nicht.



Übermäßige Phosphatwerte ..... können wir ausschließen,

Da bin ich mal so unverschämt das anzuzweifeln. Auch Algen leben nicht von Luft und Liebe sondern brauchen Nährstoffe. Starke Algenblüten entstehen ja erst dann, wenn im Wasser reichlich Nährstoffe vorhanden sind und diese auch nicht von höheren Wasserpflanzen verwertet werden.

Wie siehts denn überhaupt mit Unterwasserpflanzen aus?
Habt ihr Phosphor und Stickstoff schon mal gemessen?




Der pH-Wert Liegt je nach Jahreszeit, Tageszeit und Entnahmeort zwischen 7,5 und 8,5. Da sehe ich nichts kritisches, oder?



Sehe ich auch so. Unter der Vorraussetzung, dass hier die Peaks erfasst sind. Der höchste pH-Wert wird sich (Wenn man mal Einleitungen ausklammert) im Sommer Spätnachmittags, nachdem den ganzen Tag die Sonne reingeleuchtet hat, einstellen.



Hat schon mal jemand was von Euch über Kalkzuführung gehört?


Kalkzufuhr macht man vor allem um die Gewässerfruchtbarkeit zu erhöhen und gegebenenfalls um extrem niedrige pH-Werte zu puffern. Da würd ich in jedem Fall erst mal die Carbonathärte messen.

feko
07.03.13, 21:12
Hallo
Was sind es denn für Algen die da so wuchern?
Normale algenblüte,die guten alten Schwebealgen,also grünes Wasser?

marcel_reelcollector
11.03.13, 15:33
Hallo
Was sind es denn für Algen die da so wuchern?
Normale algenblüte,die guten alten Schwebealgen,also grünes Wasser?

Also die Algen, die da wuchern sind Fadenalgen. Das Wasser ist nach wie vor sehr klar, wenn man auf die Gewässeroberfläche schaut sieht es aber ehr bräunlich aus, nicht so typisch grünlich.

marcel_reelcollector
11.03.13, 15:39
Da bin ich mal so unverschämt das anzuzweifeln. Auch Algen leben nicht von Luft und Liebe sondern brauchen Nährstoffe. Starke Algenblüten entstehen ja erst dann, wenn im Wasser reichlich Nährstoffe vorhanden sind und diese auch nicht von höheren Wasserpflanzen verwertet werden.

Wie siehts denn überhaupt mit Unterwasserpflanzen aus?
Habt ihr Phosphor und Stickstoff schon mal gemessen?

Sehe ich auch so. Unter der Vorraussetzung, dass hier die Peaks erfasst sind. Der höchste pH-Wert wird sich (Wenn man mal Einleitungen ausklammert) im Sommer Spätnachmittags, nachdem den ganzen Tag die Sonne reingeleuchtet hat, einstellen.

Kalkzufuhr macht man vor allem um die Gewässerfruchtbarkeit zu erhöhen und gegebenenfalls um extrem niedrige pH-Werte zu puffern. Da würd ich in jedem Fall erst mal die Carbonathärte messen.

Hallo Toni,

ich habe mal unser Meßprotokoll angehängt. Ich muß unseren Gewässerwart noch mal fragen wie er die Meßwerte erhebt. Wir haben nämlich 2011 ein Gerät angeschafft, dass bei der Messung vieler Werte hilft.

Unterwasserpflanzen sind aufgrund des harten Untergrunds, des hohen Laubeintrags und der starken Beschattung durch Baumbewuchs eher Fehlanzeige, wir haben einen Schilfgürtel, eine kleine Seerose, aber keine ausgedehnte Unterwasserflora. Kann man so etwas eigentlich ansiedeln, und macht das Sinn?

Toni
12.03.13, 08:50
Hallo Marcel,
das Protokoll gefällt mir gut, ich schreib mal ein paar Sachen, was mir an den Messungen auffällt.

Es ist jeweils eine Bearbeitungstemperatur angegeben. Daher vermute ich, dass der GW die Proben zum Messen mit nach Hause nimmt. Das dürfte zumindest beim Sauerstoff zu Verfälschungen führen
Die PH Werte scheinen OK
Was mir fehlt ist die Carbonathärte/SBV. Es ist zwar eine Salzkonzentration angegeben, die ist aber eigentlich nur von untergeordnetem Interesse.
Bei Ammonium, Nitrit, Nitrat und Phosphat steht jeweils 0. Ich vermute mal dass da nicht gemessen wurde. Selbst die einfachsten Tests müssten da irgendein Ergebnis bringen.
Interessant wäre jetzt mal als erstes, welche Geräte/Tests verwendet wurden.

Zu den Pflanzen: Da gibts schon Möglichkeiten zur Förderung. Irgendwer, ich glaube Mattes hat mal was dazu geschrieben Drahtkäfige aufzustellen um den Aufwuchst anfangs vor den Fischen zu schützen.

LG
Toni

marcel_reelcollector
12.03.13, 13:53
Hallo Toni,

ich war selbst bei den Messungen am Anfang dabei, wir konnten jeweils mit den Reagenzien niemals einen Wert für Ammonium, Nitrat, Nitrit feststellen.
Auch haben wir die Proben am Anfang entnommen und zu Hause mit Reagenzien untersucht. Inzwischen haben wir ein Meßgerät, welches weiß ich nicht genau, ich werde unseren Gewässerwart mal bitten, sich in die Diskussion einzuschalten, um diese Fakten beizusteuern, da ich selbst jetzt für einige Zeit wohl nicht antworten kann. Sauerstoff z.B. messen wir, glaube ich, inzwischen per Gerät, ebenso pH-Wert.
Carbonathärte haben wir noch nicht ermittelt, scheint aber spannend zu sein (als Greenhorn frage ich mal: Wofür eigentlich?), werde ich mal weitergeben. Spannend wäre auch eine Messgerätempfehlung, denn je mehr man am Wasser recht einfach erfassen kann desto besser.

Langsam wird´s hier sehr spannend, danke Euch.

:Bravo::hüpf:

Marcel

Günter
13.03.13, 19:24
Hallo Marcel

Dein Protokoll ist zu ungenau hier fehlt der Gewässername und eine Ortsangabe für den Messpunkt nach Flußkilometer oder mindestens eine Markante
Stellenangabe die leicht zu finden ist.
Eine Entnahme- und Bearbeitungs-Temperatur ist auch nicht OK.
Erhöht sich die Temperatur von der Entnahme bis zur Messung, sind die Werte nicht mehr zu gebrauchen!

Wichtig für eine Messung sind die Werte: Wassertemperatur,Sauerstoffgehalt (bzw. Sauerstoffsättigung),Nitrit (NO²),SBV,PH-Wert,Ammoniak/Ammonium (NH3/NH4) Phosphat (PO4) sowie Chlorid, und diese alle in mg/l .

Solltet ihr bei euren Messungen keine Werte festgestellt haben, müsst ihr was falsch gemacht haben.
Sind die Ergebnisse höher als die Meßskala , kann die Reagenzie mit destiliertem Wasser verdünnt werden und muß natürlich bei der Ablesung multipliziert werden.
Ich werde bei Gelegenheit mal Bilder meiner Messkoffer ins Forum stellen.

Schnickes
13.03.13, 21:46
Sehe das wie Günter. Gar kein Nitrat oder Phosphat wäre schon erstaunlich.

Ich finde auch 2 Messungen pro Jahr etwas wenig, da es wirklich nur Momentaufnahmen sind.

fcpeter
14.03.13, 20:01
Hallo Günter, hallo Zusammen,

ich darf mich auch kurz vorstellen:
Mein Name ist Peter Krings, ich bin der Gewässerwart vom Angelverein Habbelrath und klinke mich jetzt auch in das Forum ein.
Mein Angelkollege Marcel hat Euch ja schon das Protokoll von der Gewässeruntersuchung übermittelt.
Nun einige Antworten:
Der Gewässername lautet: Salzweiher
Ortsangabe: Frechen
Ortsangaben sind nach meiner Rechereche gemacht, Salzweiher ....
Was ist an der Entnahme- und Bearbeitungs-Temperatur nicht ok ??? Zuhause ist es doch wärmer oder ???http://www.gw-forum.de/images/lachgesichter/gelb/1%20(24).gif
Soll ich meinen Chemiekoffer am See auspacken und anfangen zu testen ??? ..
Am See messe ich den PH Wert, die Leitfähigkeit, den gelösten Sauerstoff im Wasser und den Salzgehalt mit einem Messgerät von PCE - (PHD 1).
Zuhause; etwa 5 min später packe ich dann mein Analysekoffer aus und bestimme die Gesamthärte, Ammonium, Nitrit, Nitrat und Phosphat.
Die ersten Messungen habe ich mit Marcel durchgeführt und wir hatten bei Ammonium, Nitrit, Nitrat und Phosphat
einen Wert von 0.http://www.gw-forum.de/images/lachgesichter/gelb/1%20(118).gif
Leider bin ich kein Chemielaborant ect. nur Laie, der sich die Dinge mühsam erarbeitet hat.
Anregungen und Tips sind herzlich willkommen.

Bis bald

Peter



Hallo Marcel

Dein Protokoll ist zu ungenau hier fehlt der Gewässername und eine Ortsangabe für den Messpunkt nach Flußkilometer oder mindestens eine Markante
Stellenangabe die leicht zu finden ist.
Eine Entnahme- und Bearbeitungs-Temperatur ist auch nicht OK.
Erhöht sich die Temperatur von der Entnahme bis zur Messung, sind die Werte nicht mehr zu gebrauchen!

Wichtig für eine Messung sind die Werte: Wassertemperatur,Sauerstoffgehalt (bzw. Sauerstoffsättigung),Nitrit (NO²),SBV,PH-Wert,Ammoniak/Ammonium (NH3/NH4) Phosphat (PO4) sowie Chlorid, und diese alle in mg/l .

Solltet ihr bei euren Messungen keine Werte festgestellt haben, müsst ihr was falsch gemacht haben.
Sind die Ergebnisse höher als die Meßskala , kann die Reagenzie mit destiliertem Wasser verdünnt werden und muß natürlich bei der Ablesung multipliziert werden.
Ich werde bei Gelegenheit mal Bilder meiner Messkoffer ins Forum stellen.

Günter
15.03.13, 19:03
Hallo Peter

Das mit der Ortsangabe meinte ich so:
Ich habe nochmal deine Protokolle angesehen und da waren bei den 2 letzten auch Ortsangaben die ich leider übersehen habe.
Wichtig ist bei den Meßdaten neben Gewässernahme und bei Teichen der Meßpunkt (Einlauf,Auslauf...),die Tiefe der Wasserentnahme und die Meßzeit.

Bei einer Entnahmetemperatur von 6° und einer Meßtemperatur von 9° ist der Unterschied zu gross.
Die Meßwerte von NO²,NH4/NH3,können dann anders sein als im Gewässer da sich die Werte durch die höhere Temp. ändern(z.B.der NH3 Anteil ändert sich weiter ins Toxische.
Man kann sich die Proben schon mit nach Hause nehmen (mache ich auch) aber dabei sollten sie dunkel und Isoliert transportiert werden sowie die Probenflaschen sollten ganz befüllt sein (ohne Luftblase).

Bei den 0-Werten nehme ich mal an das eure Reagenzien zu grob Meßen!
Sollte dies der Fall sein sollte man die Angabe z.B. kleiner als 1mg/l verwenden.

Die Angaben in euren Protokollen von Wassertieren sind bei einer Chemischen Messung nicht Wichtig. Nur durch die Art der Wassertiere ist der Gewässerzustand nichtv zu Erkennen. Dafür gibt es die Biologisch Gewässeruntersuchung dazu kann ich wenn gewünscht auch was schreiben.

Wie schon gesagt werde mal Fotos meines Meßkoffers mit Inhaltsangaben einstellen (evtl. Morgen).

Mattes
15.03.13, 19:13
Dafür gibt es die Biologisch Gewässeruntersuchung dazu kann ich wenn gewünscht auch was schreiben.

:Ja:



(evtl. Morgen).

gerne übermorgen. :grins:

Wäre klasse, wenn du da mal die Feder schwingen könntest. Aber alles der Reihe nach, schon klar. Eröffne bitte dafür aber ein eigenes Thema.

Günter
16.03.13, 15:59
Werde gerne etwas schreiben über Chem.und Biologische Untersuchungen.

Wenn es klappt schon Morgen:Ja:

fcpeter
21.03.13, 15:05
Hallo Peter

Das mit der Ortsangabe meinte ich so:
Ich habe nochmal deine Protokolle angesehen und da waren bei den 2 letzten auch Ortsangaben die ich leider übersehen habe.
Wichtig ist bei den Meßdaten neben Gewässernahme und bei Teichen der Meßpunkt (Einlauf,Auslauf...),die Tiefe der Wasserentnahme und die Meßzeit.

Bei einer Entnahmetemperatur von 6° und einer Meßtemperatur von 9° ist der Unterschied zu gross.
Die Meßwerte von NO²,NH4/NH3,können dann anders sein als im Gewässer da sich die Werte durch die höhere Temp. ändern(z.B.der NH3 Anteil ändert sich weiter ins Toxische.
Man kann sich die Proben schon mit nach Hause nehmen (mache ich auch) aber dabei sollten sie dunkel und Isoliert transportiert werden sowie die Probenflaschen sollten ganz befüllt sein (ohne Luftblase).

Bei den 0-Werten nehme ich mal an das eure Reagenzien zu grob Meßen!
Sollte dies der Fall sein sollte man die Angabe z.B. kleiner als 1mg/l verwenden.

Die Angaben in euren Protokollen von Wassertieren sind bei einer Chemischen Messung nicht Wichtig. Nur durch die Art der Wassertiere ist der Gewässerzustand nichtv zu Erkennen. Dafür gibt es die Biologisch Gewässeruntersuchung dazu kann ich wenn gewünscht auch was schreiben.

Wie schon gesagt werde mal Fotos meines Meßkoffers mit Inhaltsangaben einstellen (evtl. Morgen).
Hallo Günther, sorry das ich erst jetzt wieder melde. Danke nochmals für deine Hinweise, ich habe mir schon einige Dinge in meine Tabelle übertragen.
Was macht eigentlich der Koffer von Dir? Hattest Du dat Ding schon ins Netz reingestellt? Würde mich schon interessieren wie dein Koffer auszieht!
Anderes Thema, wie sah es eigentlich mit dem Umkippen eines Gewässer aus? Hattest Du oder die anderen Angelkollegen eine Lösung parat?
... Ein paar Dinge wurden ja schon erläutert!
.... ich danke Euch jetzt schon für nützliche Hinweise...
Gruss Peter;-)

Günter
21.03.13, 18:48
@ fcpeter

Meine Koffer sind schon im Forum 1
habe einen eigenen Threat dafür auf gemacht, siehe hier.
http://www.gw-forum.de/showthread.php?1548-Anleitung-zur-chemischen-Gew%E4sseruntersuchung