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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Link: Petri Heil - Entschädigung für die Schäden durch den Schwellbetrieb



Schnickes
21.03.13, 18:22
Petri Heil

Schadensersatz Eon muss den Donaufischern in Ingolstadt Entschädigung für die Schäden durch den Schwellbetrieb des Wasserkraftwerks zahlen. Und zwar rückwirkend bis zum Jahr 1971


http://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Petri-Heil-id24507566.html

Toni
21.03.13, 19:49
Bemerkenswert. Das Sollte Schule machen.

Ich denke da Spontan mal an die Kameraden am Lech die da massive Probleme haben.

smithie
22.03.13, 06:54
Wollen wir hoffen, dass dies zutrifft:


Das Verfahren könnte richtungsweisende Dimensionen annehmen.
...
Petri Heil - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Petri-Heil-id24507566.html




Dieses Urteil ist jedenfalls eine wichtige Grundsatzentscheidung, die sich hoffentlich auch positiv auf den Kampf für eine möglichst verträgliche Wasserkraftnutzung auswirken wird.

Steini (verstorben am 06.09.2019)
22.03.13, 07:48
Ja, es freut mich für die Leute die geklagt haben und nun entschädigt werden.

Ändert es etwas an dem Zustand für die Natur ?
Oder ist es gar ein Freibrief, das man so weiter machen kann ?

Früher wurden die Fischer für die fehlenden Wanderfische entschädigt, die so verschwanden.
Auch heute werden Nutzer oft für Schäden am Aal entschädigt.
Das hat dem Aal nicht geholfen.
Dummerweise kann die Natur nicht klagen, oder besitzt einen festen Wert.

18 000 € tun im Jahr um sich frei zu kaufen, das ist dann ein so ein gewaltiger Posten am Betrieb wie die Bezahlung der Putzkraft.
Das wird wohl kaum zu Änderungen des Betriebes führen.
Möglicherweise haben Vereine und Betreiber gewonnen.
Die Natur hat verloren, oder aber sicher nicht gewonnen.
Na ja, wenigstens wurde so wohl nachgewiesen das es eine Schädigung überhaupt gibt.

Mir zeigt es nichts hat sich bei der Rechtssprechung geändert, so etwas gab es schon vor 100 Jahren.

smithie
22.03.13, 09:31
Na ja, wenigstens wurde so wohl nachgewiesen das es eine Schädigung überhaupt gibt.

Auch wenn Du in dem Punkt Recht hast, dass die Natur nicht gewonnen hat, nehme ich den obigen Satz einfach als positives Ergebnis mit.
Zumindest ist das besser als gar nichts und mit der daraus fälligen jährlichen Zahlung lässt sich auch was positives für die Natur bewegen.

Ich vermute, dass ein Schaden an Aal oder Lachs im öffentlichen Interesse und im gesetzlichen Rahmen eher vom Typ "Knöllchen wegen Falschparken" ist.