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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welches Gerät zur E-Befischung?



Der Siedler
07.03.11, 14:27
Hallo liebe Kollegen,

mein Geldvernichtungswahn ist nicht zu bremsen :grins: , o.k. Scherz bei Seite, da wir nix haben muss ja irgendwann mal mit Anschaffen angefangen werden.

Heute mache ich mir Gedanken um E-Befischungsgerät. Ich habe die Jungs von Goggel befragt und die haben mir nur eine Seite mit einer Elektroangel gezeigt.

Gesucht wird aber schweres Gerät, also mit Moppel (Generator) auf dem Rücken oder für den GW-Anwärter zu tragen :ärger:.

Könnt Ihr mir da etwas empfehlen? Oder Hinweise geben?

(Hintergrund ist, dass ich selbst an einer entsprechenden Schulung teilnehmen möchte, aber vorher ggf. das Gerät durch eingeladene Kollegen mit E-Fisch-Schein und natürlich Genehmigung eingesetzt werden könnte)

Ich danke schon mal

Schöne Grüße

Hagen

dat_geit
07.03.11, 17:00
Ich bin aktiver E-Fischer und kann dir nur ein Gerät empfehlen, dass wir mit Erfolg zu Fuß und auf dem Boot einsetzen.
IG600
Das ist das am meisten verwendete Gerät im deutschen Sprachraum.
Vor allem kann man die schweren Akkus durch Hochleistungszellen im Taschenformat ersetzen.
Wenn du Fragen hast gerne.
http://www.hans-grassl.com/fdEXT!00058807032011165847&C&12KB&S&cat1202010102%5B1-2%5D&A&IG600&B&01n&T&165906

dat_geit
07.03.11, 17:02
Übrigens benötigst du nur eine Person mit Schein, der das Fischen leitet.
Dann kann jeder unterwiesene die Durchführung vornehmen und das Gerät selber bedienen.

Was genau möchtest du befischen?

Steini (verstorben am 06.09.2019)
08.03.11, 07:34
Von tragbaren Geräten mit Motor möchte ich Dier abraten, sehr schwer und auch anfälliger.
Wenn dann mit solchen Geräten vom Boot aus.
Da kommt noch hin zu, daß sie sehr laut sind und in Wohngebieten dann alle sehr aufmerksam auf dich werden, wenn die dann sehen was da so alles vor ihren Gärten herumschwimmt.......
Weiter ist die Verständigung durch den Lärm ungünstig und ein Fischen am Sonntagmorgen in Wohngebieten wegem dem Lärm ungünstig.

Keine Angst, ein Batteriegerät mit Impulsstrom reicht meist völlig aus.
Die sind leichter, leise und in der Reichweite in Ordnung.

Stell dir einfach vor du hast einen Rasenmäher auf dem Rücken und stehst bis zu den Hüften in der Strömung wärend du über den steinigen Grund vorwärts stolperst.
Wir hatten so eins, muß ich nicht wieder haben.
Starten des Motors (anreißen) war auch nicht mal eben und das rumplören mit Sprit am Wasser muß auch nicht sein.

Steinbeißer

Der Siedler
08.03.11, 11:04
Moin,

super und schon mal ein dickes DANKE für die Antworten.

Es geht um die Werre, zwischen Detmold und Lage, ein Großteil davon ist ca 3-5m breit und hat Tiefen zwischen 30cm und über einem Meter. Da kann man schon mal bis zur Brust im Wasser stehen.
So`n Moppel ist mir auch nicht lieb, aber unser Kreisfischereiberater sprach davon, das es schon ein leistungsfähiges Gerät sein muss, nix kleines, es muss schon Power haben, sonst brächte das nix.

Die Anschaffung lohnt sich für uns schon deshlab, weil wir spätestens alle zwei Jahre die Nebenbäche abfischen wollen und die Forellen umsetzen möchten.
Zugleich könnte man vom Boot aus auch die Seeufer mal begutachten um den Fischbestand zu prüfen.
Bevor ihr jetzt in die Luft geht, ich muss dazu immer wieder erwähnen, das wir seit zig Jahren keine Gewässerwartung betrieben haben.

Schöne Grüße
Hagen

dat_geit
08.03.11, 13:15
Dann bist du mit dem angebotenen Gerät schon gut bedient.
Denn du hast damit genug Reserven. Die Leistung steht den Generatoren in nichts nach. Lediglich die Akkus begrenzen die Einsatzzeit.
Nach der guten fachlichen Praxis und unseren bisherigen Erfahrungen reicht das Gerät völlig aus.
Die Meinung mit nem Generator mehr Fisch zu bekommen kann nur in Ausnahmefällen wirklich klappen.
Nen Generator setzen wir ein, wenn wir mit 2 Anoden fischen in einem Fluss von 12m Breite und mehr.
Wie steht es mit der Leitfähig bei euch?

Aber hier gibt es sicherlich noch andere E-Fischer, die auch etwas dazu sagen können.

Andreas

Der Siedler
08.03.11, 13:39
Ich werde das mal verfolgen.

Leitwert? Keine Ahnung, das Gerät ist noch in der Post.
Ebenso Sauerstoff und PH. Sobald die Geräte ankommen werde ich dazu eine kleine Auspackzeremonie und Vorstellung schreiben und dann hier veröffentlichen.

Vielen Dank !

Schöne Grüße
Hagen

dat_geit
08.03.11, 14:22
Na ja mit dem Leitwert kannst du die benötigte Leistung in KW eingrenzen und berechnen. Dann wissen wir ob ein Generator wirklich nötig ist.
Einfach mal messen, wenn die Geräte da sind.

Andreas

Lotalota (verstorben am 21.09.2019)
09.03.11, 01:33
Hallo,

die Meinung, dass ein Impulsgerät ausreicht, kann ich nicht teilen. Ein Gleichstromausgang ist zumindest im Bach Pflicht.

Den Versuch, einen Forellenbach und ein Seeufer mit dem gleichen Gerät abzudecken sehe ich skeptisch. Das geht nur, wenn das Seeufer dicht bewachsen ist und ich dementsprechend nahe an den hierhin geflüchteten Fisch herankommen.

Hier kommt die E-Fischerei ohnehin an ihre Grenzen. Was ich an dem Seeufer fange, hat meist wenig mit dem Bestand zu tun. Ich fange die Hechte, Aale und Kleinfische. Karpfen, Brassen, und andere Fische des Freiwassers gehen nicht in Verstecke wo ich sie fangen kann, sondern flüchten weit vor dem Boot ins Tiefe und bleiben immer außer Reichweite.

Ich habe an Watgeräten 3 Bretschneider EFGI 650 und ein altes Impulsgerät Deka Lord 3000 im Einsatz. Das Bretschneidergerät entspricht dem bereits erwähnten IG 600 Batteriegerät von Grasl. Beide Hersteller arbeiten zusammen. Bretschneider baut die Batteriegeräte, Grasl die mit Motor. Dann werden sie gemeinsam vermarktet.

http://elektro-fischerei.com/

Ursprünglich wollte ich auch ein Grassl Generatorgerät fürs Boot beschaffen. Da ich aber vom Boot häufig mit Streifenelektrode fische, waren die elektrischen Werte ungünstig. Das Gerät brachte viel Spannung, war also auch bei ungünstigen Leitwerten einsetzbar, brachte dann an der Elektrode zu wenig Ampere. Daher sollten die Spulen anders gewickelt werden, was aber letztlich aus Platzgründen doch nicht möglich war. Als leichtes Bootsgerät habe ich mir dann das EFGI 1300 von Bretschneider zugelegt.

Damals hatte ich schon Watgeräte EFGI 650 in Gebrauch.

Ich kann nur immer wieder sagen, ein absolutes Top Gerät.

Einziger Nachteil ist das Gewicht. Der Akkusatz wiegt knapp 15 kg.
Hierfür auf keinen Fall die angebotene Kiepe kaufen, sondern Geld in einen guten Rucksack stecken, es lohnt sich.
Das alte DEKA Gerät hat hier nur eine Mopedbatterie mit 12V 7,2 Ah und ist um einiges leichter.
Das liegt an dem hohen Strombedarf beim fischen mit Gleichstrom


Bei der Fängigkeit in freiem Wasser gibt es keine großen Unterschiede.

Das wird aber sofort anders, wenn ich Fische in Verstecken habe. Das EFGI hat noch die Möglichkeit mit Gleichstrom zu fischen. Dabei wird der Fisch nicht gleich betäubt, sondern folgt der Anode. Mit Impuls habe ich nur Fische, die betäubt in der Steinpackung sitzen.

Der für mich wichtigste Punkt ist der Umstand, dass Gleichstrom für den Fisch weit besser verträglich ist als Impuls. Selbst wenn ich das Bretschneider mit Impulsstrom einsetze, ist dieser viel schonender als bei dem Deka zum Beispiel. Hier erfolgt ein sehr abrupter Spannungsanstieg. Das EFGI bildet mit seinem zunächst langsamen Anstieg die Impulse eines Zitteraals nach. Pulsdauer und Häufigkeit lassen sich genau einstellen

Die Verarbeitung ist hervorragend. Da liegt jedes Kabel auf den Millimeter parallel.
Das beeindruckt auch Prüfer beim TÜV. Wenn ich mit Gleichstrom fische, habe ich die Möglichkeit durch 2-maliges schnelles Drückens des Totmannschalters in den Impulsbetrieb zu wechseln. Das ist sehr nützlich, wenn ich einen unerwartet großen Fisch im Strom habe. Den würde ich mit Gleichstrom nicht sicher halten können und habe so die Möglichkeit ihn zu betäuben.

Ein weiterer Grund für meine Zufriedenheit ist der Service und die Betreuung nach dem Kauf.
Herr Bretschneider ist ein Besessener, der ständig nach Verbesserungen sucht.

Zu Beginn war das Zubehör wie Anodenstangen und Kabel nicht wirklich gut und störanfällig, das hat sich aber gravierend verbessert. In Kürze ist die Einführung von Lithium-Akkus geplant. Dann wäre der größte Nachteil des Gerätes auch stark abgemildert.

Ich kann ihnen nur raten, sich einmal mit ihm in Verbindung u setzen. Beschreiben sie ihm was sie fangen wollen und welche Leitwerte das Gerät abdecken soll.
Wenn das EFGI nicht geeignet ist wird er es ihnen sagen.

Ich möchte betonen, dass ich weder mit Herrn Bretschneider verwandt bin, noch mit einer Provision rechne.

dat_geit
09.03.11, 15:18
Ich bestätige die Erfahrungen meines Vorredners und verfüge über die gleiche Ausstattung plus einem Generator mit 3,5kW.
Bei dauerhaften Einsatz im breiten Flüssen oder in einem See kommt der Generator zum Einsatz.
Das DEKA betrachte ich nach guter fachlicher Praxis wegend er hohen Spannungen und dem Impuls als grenzwärtig.
Daher lieber das 650er wo ich feiner und auch schwächer beginnen kann.
Die Akuus spielen bei mir aus Gewohnheit keine Rolle, aber wir setzen bereits die kleinen Lithium Hochleistungspacks aus dem Modellbau ein. Denn wir dürfen ja mit fachlicher Unterstützung durch einen VDE anerkannten Fachmann so etwas zusammenbraten lassen.
Die Dinger passen dann bei gleicher Leistung in die Jackentasche!!!!! und lassen sich durch schnelle Ladegeräte während des Einsatzes im Auto bereits wieder laden......
Ich selber arbeite aber noch mit den Orignalakkus im Rucksack, weil ich einfach zu lange beim Militär war (12 Jahre :grins:).
Gerade der angesprochene magelnde Knickschutz und das ständig verdrehte Kabel an der Anodenstange sind auch mein Kritikpunkt.
Allein die Möglichkeit während des Fischens allein durch unterschiedliches Betätigen des Totmannschalters zwischen Impuls und Gleichstrom umzuschalten, hat schon viel für sich in der Praxis.
Mit Brettschneider lassen sich in der Tat viele Dinge absprechen und verändern nach Wunsch.

Andreas

Der Siedler
09.03.11, 16:07
Hallo,

wiedereinmal danke ich Euch für Eure Erfahrung und freue mich gleichzeitig darüber, das soviele Informationen zusammen gekommen sind, die vielleicht auch andere interessieren.

< Off-Topic >
Im übrigen möchte ich mal eine allgemeine Meckerecke beantragen, man könnte meinen dem Masochismus eines GW's würde genüge getan, wenn er durch seine Vereinskollegen mit "Spezial-Wissen" geplagt wird.... aber nein.... versucht mal frische Gewässer anzupachten. Da muss erstmal die untere Landschaftsbehörde feststellen, das es sich um ein Gewässer handelt. Die Bezirksregierung muss dem zustimmen .. und damit nicht genug, der Kreisfischereiberater sinniert auch noch darüber nach. Der Verpächter selbst gibt es an einen Abgrabungsunternehmer zur Koordination, der bekommt zwischendurch mal Panik und stoppt das ganze Thema. Anschliessend fällt dem KFB vom Dienst noch ein, das man für das Fliesgewässer ein E-Fischen durchführen muss bevor man dann eine Genehmigung dafür erteilen können, der Pachtvertrag lief zufällig auch aus. Zugriff auf entsprechende Leute hat er aber nicht. Die "freien" E-Fischerkolllegen sind aber mal locker 4 Wochen ausgebucht. Naja, ich kann ja schon mal nen E-Fisch-Antrag schreiben. :daumendreh:
Leute, sorry wenn ich jetzt gewaltig vom Thema abweiche, aber manches ist Gängelei vom Feinsten! Ich bin so gefrustet.... :shock:... wenn wir so in der Firma arbeiten würden... :Klatsche: .... das ganze Procedere erinnernt an die Machenschafften der Telekom.... Prost! </ Off-Topic>

Viele Grüße
Hagen

Vorharzer
10.03.11, 19:30
Hallo,
wir setzen bei uns zum Befischen unserer Gewässer (Bach: Breite bis 2m, Tiefe bis 1,2m; Fluss bis 10 m, befischte Tiefe bis 1,5m) bis zu drei Geräte vom Typ DEKA Lord 3000 mit 12 V Gelakkus parallel ein.
Bei entsprechender Wahl der Leistung und kurzer Einwirkzeit auf den Fisch treten nach meiner Erfahrung nur sehr geringe Verluste auf.



Übrigens benötigst du nur eine Person mit Schein, der das Fischen leitet.
Dann kann jeder unterwiesene die Durchführung vornehmen und das Gerät selber bedienen.

Wurde das geändert? Ich habe es noch so in Erinnerung, dass nur die Person mit Schein das Gerät bedienen darf bzw. die Anode führen darf.

Gruß

Heiko

Lotalota (verstorben am 21.09.2019)
11.03.11, 03:37
Hallo,

das wäre mir auch neu. Es gibt so gesehen beim E-Fischen keinen verantwortlichen Leitenden. Die Verantwortung liegt grundsätzlich beim Anodenführer, der handelt eigenverantwortlich. Das geht aber nur wenn er das fachlich auch kann.

Wegen einiger böser Überraschungen in der Vergangenheit, möchten ich diese Aussage zunächst nur auf NRW beschränken. In Albaum wird es auch definitiv so ausgebildet.

Lotalota

dat_geit
11.03.11, 06:58
Ja, in der Tat haben wir ja Landesfischereigesetze und die können auch in den Durchführungsbestimmungen voneinander abweichen.
In MeckPomm benötigt man bis dato immer noch keinen Schein.

dat_geit
11.03.11, 10:12
Elektrofischerei (Führen der Anode ohne Erlaubnis)

Wer bei der Elektrofischerei die Anode selbst führt, bedarf der Erlaubnis der Fischereibehörde. Es reicht nicht aus, wenn der Organisator der Elektrofischerei die erforderliche Erlaubnis besitzt, denn derjenige, der die Anode führt, angelt selbst i.S.v. § 31 FiG Baden-Württemberg (BW). Fehlt die Erlaubnis, handelt der Betroffene ordnungswidrig gem. §§ 51 I Nr. 27 FiG, 21 I Nr. 4, 6 I 1 FischVO BW. Hätte der Betroffene wissen müssen, dass einer Erlaubnis erforderlich ist, handelte er fahrlässig, wusste er es, handelte er vorsätzlich (Beschluss des OLG Stuttgart vom 20.05.2009, Az. 4 Ss 1057/09). Anmerkung: Die Entscheidung bezieht sich unmittelbar ausschließlich auf die Rechtslage in Baden-Württemberg.


Damit ziehe ich meine allgemeine Aussage zurück und behaupte nun, dass in S-H unter meiner Führung als E-Fischorganisator der Anodenführer lediglich unterwiesen sein muß. Wohl aber immer ein E-Scheininhaber, auf den auch die Genehmigung lautet anwesend sein muß. Danke für den Hinweis.

Albert
22.10.11, 18:19
Damals hatte ich schon Watgeräte EFGI 650 in Gebrauch.

Ich kann nur immer wieder sagen, ein absolutes Top Gerät.

Einziger Nachteil ist das Gewicht. Der Akkusatz wiegt knapp 15 kg.
Hierfür auf keinen Fall die angebotene Kiepe kaufen, sondern Geld in einen guten Rucksack stecken, es lohnt sich.
Das alte DEKA Gerät hat hier nur eine Mopedbatterie mit 12V 7,2 Ah und ist um einiges leichter.
Das liegt an dem hohen Strombedarf beim fischen mit Gleichstrom

Bei der Fängigkeit in freiem Wasser gibt es keine großen Unterschiede.

Das wird aber sofort anders, wenn ich Fische in Verstecken habe. Das EFGI hat noch die Möglichkeit mit Gleichstrom zu fischen. Dabei wird der Fisch nicht gleich betäubt, sondern folgt der Anode. Mit Impuls habe ich nur Fische, die betäubt in der Steinpackung sitzen.

Der für mich wichtigste Punkt ist der Umstand, dass Gleichstrom für den Fisch weit besser verträglich ist als Impuls. Selbst wenn ich das Bretschneider mit Impulsstrom einsetze, ist dieser viel schonender als bei dem Deka zum Beispiel. Hier erfolgt ein sehr abrupter Spannungsanstieg. Das EFGI bildet mit seinem zunächst langsamen Anstieg die Impulse eines Zitteraals nach. Pulsdauer und Häufigkeit lassen sich genau einstellen

Die Verarbeitung ist hervorragend. Da liegt jedes Kabel auf den Millimeter parallel.
Das beeindruckt auch Prüfer beim TÜV. Wenn ich mit Gleichstrom fische, habe ich die Möglichkeit durch 2-maliges schnelles Drückens des Totmannschalters in den Impulsbetrieb zu wechseln. Das ist sehr nützlich, wenn ich einen unerwartet großen Fisch im Strom habe. Den würde ich mit Gleichstrom nicht sicher halten können und habe so die Möglichkeit ihn zu betäuben.

Ein weiterer Grund für meine Zufriedenheit ist der Service und die Betreuung nach dem Kauf.
Herr Bretschneider ist ein Besessener, der ständig nach Verbesserungen sucht.

Zu Beginn war das Zubehör wie Anodenstangen und Kabel nicht wirklich gut und störanfällig, das hat sich aber gravierend verbessert. In Kürze ist die Einführung von Lithium-Akkus geplant. Dann wäre der größte Nachteil des Gerätes auch stark abgemildert.

Ich kann ihnen nur raten, sich einmal mit ihm in Verbindung u setzen. Beschreiben sie ihm was sie fangen wollen und welche Leitwerte das Gerät abdecken soll.
Wenn das EFGI nicht geeignet ist wird er es ihnen sagen.

Ich möchte betonen, dass ich weder mit Herrn Bretschneider verwandt bin, noch mit einer Provision rechne.


Da wir unsere Nebenbäche mit E-Befischung nutzen um Kormoranschädigungen am Fluss mit größeren Bafo und weniger auch größeren Äschen im Fluss umzuquartieren, nutzen wir bisher ein tragbares Miet E-Gerät des VDSF mit Verbrennungsmotor. Hundeschwer das Teil.
2010 während des Wanderfischseminars in Grimma knüpfte ich den Kontakt mit Herrn Brettschneider.

Lotas Bericht und die Einschätzung von Falko Wagner, ein erfahrener E-Fischer in Thüringen (im Monitoring zur WRRL) sowie die Fongespräche mit Herrn Brettschneider bestärkten mich, das das EFGi 650 das richtige Gerät für unser Vorhaben ist. Ich bekam Grünes Licht vom Vorstand zur Bestellung und heute kam Herr Brettschneider aus Chemnitz angereist, Trank mit mir einen Kaffee bei Mc. Donald und ich lotste ihn ans Gewässer wo er unseren E-Fischer (4 Vorständler incl.) in das Gerät einwies.

Seine Tipps und die Einweisung in das Gerät sowie die richtige Handhabung bestärkten uns in der Einschätzung, den moderaten Unkostenbeitrag der R.Sp. goldrichtig angelegt zu haben. Die Pflege der Batterie, die Mär vom Flüchten der Fische Bachauf, die Handhabung vor allem von GS und nur vereinzelt Puls in Löchern sowie erst die Anode in den Unterstand und dann die Stromzufuhr sind nur einige Ratschläge in den 2 Stunden. Auch eine E-Befischung zur Umsetzung im Frühjahr statt im Frühherbst zu planen.

Ich bin der Überzeugung wie Lota, das Herr Brettschneider nur das Verkaufen will, was der Bach benötigt. Maßschneiderung wäre das richtige Wort. Das EFGI 650 ist nur für Bäche bis 4 oder 5 Meter Breite geeignet. Bei karbonatischen Bächen ist eine Reservebatterie sinnvoll.

Noch ein Wort zu der Einführung von Lithium-Akkus. Das Ladegerät ist noch ein Problem, da die Akkus nur einzeln geladen werden dürfen, nicht wie der 4er Satz Bleibatterie. Auch ein neues Steuergerät wäre evtl. anzuschaffen. Aber H. Brettschneider tüftelt.

Seine Fonnummer: 0371- 8081373

Ich will unterstreichen, das ich keinerlei Vergünstigungen von J.B. Spezialelektronik bekomme , nur meine Eindrücke wiedergebe.

dirk-peter
18.10.12, 19:19
Hallo,
Obligatorischer Hinweis : Ich schreibe aus Paraguay.
Da dieses Thema vor ca einem Jahr keine Bewegung hat und meine Frage fast identisch ist moechte ich keinen neuen Treat eroeffnen sondern meine Frage hier anhaengen.
Habe einen Teich von 3 ha aus dem wir ausser mit Angeln kaum Fische herausbekommen. Fish and pay lauft bei weitem nicht so wie ich mir das vorgestellt habe aber andererseits habe ich massenhaft Bestellungen fur Tilapiafilet und ander Fische, die ich nicht ausreichend bediehnen kann. An ablassen ist nicht zu denken. Einerseits wuesste ich nicht wohin mit den Massen Fisch, andererseits brauche ich fast ein Jahr um ihn wieder zu fuellen. Das waere schrecklich fuer den Biotop und auch meinen Touristen ist das nicht zuzumuten.
Als einzige Loesung sehe ich E-fischen.

Besatz:
Alle Arten Karpfen min. 1,5 max 12 kg
Pacu 1,5 -7 kg
Surubi (Tigerspatel, erfuellt hier die Aufgabe des Hechts) Schnitt 3 kg max 12 kg
Tilapia aller groessen (0 bis 1,5 kg)
Mbusu, Schlitzkiemenaale bis 1,5 kg
Traira, Wassertieger bis 1,5 kg (beide letztere wandern unweigerlich von selbst ein)

Teich
Tiefen 0,5 bis 2,5 m
Wasser immer noch mit viel Lehm-truebe da erst knapp 5 Jahre alt
ph knapp 7
Gras ragt an Stellen bis 1 m in den Teich
Grosse inseln von Schwimmpflanzen die regelmaessig geerntet werden (Duenger fuer meine Koppeln und Aufforstung)
Keine Steine, kaum Holz
Andere Wasserparameter unbekannt. Teiche aus denen der Zufluss stammt werden mit Ackerkalk (calzitisch)auf 7,5 gehalten. Einfluss duerfte aber durch die Schiere groesse gering sein. Trotz sehr guter wuechsigkeit haben alle Karpfen und viele Pacus Flossenschaeden was mir unter anderem auf den niedrigen Ph hinweist. In meiner Gegend ist eigentlich alles sauer und kaum salin. (warsch geringe Leitfaehigkeit)

Weitere Punkte:
Wir haben ein 6m Aluboot auf dem Teich
Pacus sind sehr fluechtig. Auch ohne Laerm kommt man da kaum bis auf 10 m ran.

Uns geht es um Tilapias ab 0,5 kg und die Uebergroessen aller anderen Fische.
Welches Geraet wuerde dafuer passen ?
Wegen dem Export sollten hohe Transportgewichte-Volumen vermieden werden. Wir haben einen 4 kwa Generator. Cat-batterien sind zu haben.
Gruesse ausPy
DePe

Mattes
18.10.12, 21:20
Ich bin recht frisch im Business des E-Fischens und kann dir deshalb nicht dein Wunschmodell beim Namen benennen.

Da du aber die Tiere zur Verwertung fängst und auf derer Gesundheitszustand nach dem Fang keinen großen Wert zu legen hast, da die Tiere eh direkt nach dem Fang abgeschlagen werden, würde ich ein Impulsgerät einsetzen.

Mit Impulsstrom kommst du länger mit der Akkuleistung klar und bist auch gegen sehr hohe und sehr niedrige Leitwerte gefeilt. Die Tiere fielen in eine galvanische Narkose und könnten entnommen werden.

Hast du mal über Stell- oder Schwebnetze nachgedacht?

Steini (verstorben am 06.09.2019)
18.10.12, 22:55
Hallo Dirk Peter

Ich bin ebenfalls eher ein Anfänger was das Fischen mit dem E-Gerät angeht.
Aber ich denke, Du wirst so wenig Erfolg haben.

Der Wirkungskreis in dem Du Fische fängst, ist viel kleiner als der Bereich dem die Fische wegen geringer Feldstärke flüchten.
Wenn ich das noch so richtig in Erinnerung habe, steigt der Energiebedarf ungleich größer als der Fangbereich, wenn der Fangbereich ausgedehnt werden soll.(Aus diesem Grund setzt die Fischerei ja auch heute noch Netze ein)
In einem gewissen Ramen kann man mit Baulichen Veränderungen an der Fangelektrode das Feld vergrößern.

Die Geräte sind gut wenn in einem kleinem,klaren flachen Fließgewässer gefischt wird, oder wenn Fische wie der Aal oder Hecht in Seen am Rand überrascht werden können.

Aber je nach Wasserbeschaffenheit wird es selbst in 1,5 Meter Gumpen schon schwer.
Teiche oder auch Dein Gewässer sind so fast nicht erfolgreich zu befischen.

Ich hatte da mal so ein Erlebnis mit einen Regenrückhalte Becken (ca 4000m², 1m tief), ich konnte die Fische vor der Fangelektrode schwimmen sehen (0,3 -0,5 m) gefangen habe ich nur Einzeltiere.
Ich hatte nicht mit viel gerechnet, aber andere wollten es unbedingt versuchen.:;:

Wenige Tage später wurde das Ding abgepumpt :lachen:, etwa 800 Kg Fisch waren dort vorhanden.

Meiner Meinung nach, solltest Du Dier nicht zu viel Hoffnug machen.
Steck da lieber nicht zu viel Geld und Zeit rein, oder versuch mal jemanden zu finden der So ein Teil besitzt, zum Probe.
Zugnetz oder Reuse werden dier aus meiner Meinung mehr helfen.

Aber wir haben ja noch einige mit deulich mehr Erfahrung im Forum.

dirk-peter
19.10.12, 01:59
Aaaaaaach es ist zum weinen. Scheint also auch wieder nicht die Loesung zu sein.
Meine Erfahrung mit Netzen ist, dass sie mehr Geld kosten als man jemals Fisch damit faengt. Karpfen und Pacu fangen wir schon einiges an der Futterstelle etwa alle 2 bis drei Wochen. Haben dafuer ein Fluegelnetz von knapp 20 m mit einem grossen Sack in der Mitte.
Aber mit Tilapias das ist aussichtslos. Sobald das Netz kommt rammen die sich in den Schlamm und das Netz geht ueberweg. In den anderen Teichen lassen wir bis auf eine Rinne von knapp 30 cm Tiefe ab bevor das Fangen wirklich losgeht. Dann sind aber schnell 300 und mehr kg draussen was mir auch wieder wegen der Verarbeitung Probleme macht. Aber einmal so weit abgelassen kann man die Sache bei unseren Temperaturen nicht mehr aufhalten, dann muessen sie raus.
Ich hoffte eben mit so einem Geraet auch da selektiv fangen zu koennen.
Fuer Reuse, fuerchte ich fehlt Stroemung und eine wirkliche Migration der Fische. Aber Ahnung hab ich da keine.
Gruesse aus Py
DePe

Mattes
19.10.12, 09:34
Ich hoffte eben mit so einem Geraet auch da selektiv fangen zu koennen.


Es mag Arten geben, die schwieriger mittels E-Befischung zu fangen sind, aber eine Selektion ist wohl kaum möglich. Sonst könnte man die E-Fischerei schlecht zur Artenfeststellung einsetzen.

Die Scheuchwirkung ist auch nicht zu unterschätzen. Die Tiefe ist grenzwertig. Etliche Tier würden die Flucht nach unter versuchen und dann nichts wie weg.

redhornet
07.01.13, 13:36
Ich suche gebrauchte Elektrofischerei-Geräte.

Speziell interessieren mich:

DEKA Lord 3000
Bretschneider EFGI 650

samt Zubehör. Sollte alles gut in Schuss und funktionstüchtig sein.

Wenn jemand sich von seinen Geräten trennen möchte oder jemanden kennt der seine Geräte evtl. abgeben würde bitte eine Nachricht schreiben!

redhornet
27.02.14, 16:23
ich habe zwischenzeitlich ein bretschneider EFGI 650 ergattern können.

die bäche die ich befischen soll haben bei normalen bedingungen durchnittliche leitfähigkeitswerte von 500 uS/cm bis 900 uS/cm. welche gerät-einstellungen würdet ihr mir bei diesen leitfähigkeitswerten mit puls- bzw. gleichstrom verwenden?

Lotalota (verstorben am 21.09.2019)
27.02.14, 18:30
Hallo,

Das kann man so pauschal nicht sagen.

Es gibt Gewässer, da wechseln die elektrischen Bedingungen alle 5 Meter. Das ist z.B. der Fall bei Änderungen des Untergrundes wie bei Tonlagen.

Es gibt Teams, die weit aggresiver fischen, aber wir sind beim 650er mit ca. 10% der Leistung bei Puls und 30-70 % bei Gleichstrom immer zurecht gekommen.

Im unteren Bereich der Skala beginnen und die Reaktion der Fische beobachten. Das macht man sinnvollerweise vor der Probenstrecke.

Mit einmal einstellen ist es nicht getan, ich muss laufend nachjustieren.

Das ist gerade bei Gleichstrom wichtig. Der Fisch soll einerseits nicht betäubt werden, andererseits sollte er schon Wirkung zeigen und im Feld bleiben. Idealerweise folgt er der Anode ohne betäubt zu werden.

Bei Puls soll der Fisch ausreichend Wirkung zeigen. Er sollte aber nach max 2 Minuten wieder stehen und keine Verletzungen wie z.B. Verbrennungsstreifen oder weit abgespreizte Kiemendeckel zeigen. Der letzte Mann von den Helfern überwacht die Fische und informiert den Anodenführer wenn der Fisch Probleme hat.

Wichtig ist auch die Frequenz. Barsche und Salmoniden sind hier sehr empfindich. Bei diesen Arten maximal 80 Pulse/sek.

Das EFGI 600 hat in der Betriebsart Gleichstrom die Möglichkeit durch 2-maliges schnelles betätigen des Totmannschalters auf Puls um zu schalten.
Das macht Sinn, wenn beim Elritzenfang ein Hecht oder Aal ums Eck kommt.
Dass heißt, ich muss auch beim Gleichstrom die Einstellungen für Puls auf die zu erwartenden Arten einstellen.

Alle Einstellungen sind hinfällig, wenn ich mit 3 Geräten 5 Minuten in einem Gumpen wüte.
Auch die Einwirkzeit spielt eine grosse Rolle, ebenso wie die Anzahl der Geräte bezogen auf die Fläche.
Auch grosse Anoden sind fischschonender als Kleine da die Feldlinien sich nicht auf kleinem Raum konzentrieren.

Besonders vorsichtig sollte man bei langen, schlanken Fischen wie Lachs oder Hecht sein. Hier kann die Muskulatur so stark krampfen, dass die Wirbelsäule bricht.

Wir fischen wann immer möglich mit Gleichstrom, da es einfach weniger Schäden gibt und man zusätzlich Fische aus Verstecken herausführen kann. Dafür ist die Reichweite geringer.

Ein guter E-Fischer zeichnet sich im übrigen dadurch aus, dass er auch einmal einen Fisch gehen lassen kann.

LL

Gekko gecko
28.02.14, 09:18
Hallo,

besser wie LL kann man es eigentlich nicht darstellen, aber dennoch eine Ergänzung. Der Umschalter zwischen Gleichstrom und Puls hat bei diesem Gerät 3 Schalterstellungen. In der Mittelstellung wird mit Gleichstrom gefischt. Läßt man den Totmannschalter los, und betätigt ihn erneut in einer Zeit < 1 sek, schaltet sich das Gerät automatisch auf Puls um. In der Regel kommen wir mit 30 - 40 % der Leistung auf Gleichstorm gut in den Gewässern zurecht.

Lotalota (verstorben am 21.09.2019)
28.02.14, 12:54
Hallo,

besser als GeckoGecko kann man es nicht ausdrücken.
Das trifft vor allem auf den ersten Satz zu, sauber analysiert.:grins:

LL

redhornet
28.02.14, 14:29
danke für die einschätzungen.

redhornet
07.04.14, 11:06
noch eine andere Frage: welches Gerät benutzt Ihr zum Feststellen der Leitfähigkeit & Temperatur?

Lotalota (verstorben am 21.09.2019)
07.04.14, 12:07
Hallo,

schau dir dieses Kombigerät einmal an

Hanna Combo HI 98129 (http://www.hanna-de.com/produits.asp?langue=de&famille=5&type=8&modele=456)

Es misst PH, TDS, Leitfähigkeit und Temperatur.

Ich habe das Vorgängermodell und kann es absolut empfehlen.

Die Firma bietet eine ganze Reihe sehr ähnlicher Geräte an, einfach mal googeln.

LL

redhornet
11.09.17, 11:41
Bei welchem TÜV kann man in Nordrhein-Westfalen sein E-Fischereigerät prüfen lassen? Bei meinem Gerät steht in diesem Herbst eine Prüfung an.

rkb
13.12.18, 19:46
Hallo Zusammen,
ich suche ebenfalls nach einem E-Fischgerät, vorzugsweise das EFGI 650 von Bretschneider oder ein tragbares Gerät von Efko.
Wenn jmd sich von euch von einem trennen möchte oder einen Rat hat, dann bitte einfach (per PN) melden!

Vielen Dank!!