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Thema: Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer

  1. #11
    GW-Forum Team Avatar von Mattes
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    AW: Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer

    @Marcel:

    Ich find´s immer gut, wenn Leute lachen, wenn man sie kitzelt.

    Warum soll man bei einem vom Umkippen bedrohten Gewässer Eisläufer vermeiden? Kleine Begründung wäre hier sicher hilfreich zur Umsetzung.
    Ein Gewässer, welches "kippt", weißt in den meisten Fällen keine hohen Sauerstoffwerte auf. Erst mal liegt diese Vermutung nahe, bis das Gegenteil bewiesen wurde.

    Fische flüchten unter der Eisdecke vor dem akustischem Spektakel. Die plötzliche Unterbrechung der Winterruhe und die Flucht verlangt mehr Sauerstoff. Der ist unter der Eisdecke, womöglich schneebedeckt, kaum vorhanden. Du glaubst kaum, wie viele Tiere dies das Leben kosten kann. Habe mal einen Fall dokumentiert, wo Baumbeseitigungen im Winter durchgeführt wurden und die Äste auf die Eisfläche gekracht sind.

    http://www.gw-forum.de/showthread.ph...ht=winteropfer

    http://www.gw-forum.de/album.php?albumid=20

    Es gab dann die Idee zur Verhinderung von Eisläufern ein wenig Sand oder Granulat auf die Eisfläche zu streuen.
    Gruß vom Mattes

    Zuhause ist da, wo das Land platt ist, Kühe und Pappeln rumstehn, der Nebel wabbert und Diebels getrunken wird.


  2. #12

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    AW: Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer

    Zitat Zitat von marcel_reelcollector Beitrag anzeigen

    Die Feuerwehr oder das THW können quasi nur so was wie "Erste Hilfe" leisten, aber ob der Patient, in dem Fall der See, dann überlebt bleibt fraglich, da nicht nachhaltig.
    Genau

    Zitat Zitat von marcel_reelcollector Beitrag anzeigen

    Eine Firma, die einen der Villeseen dauerhaft belüftet haben wir schon mal aufgetan, ist natürlich arg teuer, könnte aber für uns in Kooperation mit dem See unter uns, der von einem großen Energieversorger bewirtschaftet wird und in den unser Wasser abläuft im Notfall eine weitere Option sein.
    Das geht wohl in die selbe Richtung. Ich denke mit sowas kann man ein krankes Gewässer einige Zeit künstlich am Leben halten, aber nachhaltig ist das eher nicht.

    Zitat Zitat von marcel_reelcollector Beitrag anzeigen
    Übermäßige Phosphatwerte ..... können wir ausschließen,
    Da bin ich mal so unverschämt das anzuzweifeln. Auch Algen leben nicht von Luft und Liebe sondern brauchen Nährstoffe. Starke Algenblüten entstehen ja erst dann, wenn im Wasser reichlich Nährstoffe vorhanden sind und diese auch nicht von höheren Wasserpflanzen verwertet werden.

    Wie siehts denn überhaupt mit Unterwasserpflanzen aus?
    Habt ihr Phosphor und Stickstoff schon mal gemessen?

    Zitat Zitat von marcel_reelcollector Beitrag anzeigen

    Der pH-Wert Liegt je nach Jahreszeit, Tageszeit und Entnahmeort zwischen 7,5 und 8,5. Da sehe ich nichts kritisches, oder?

    Sehe ich auch so. Unter der Vorraussetzung, dass hier die Peaks erfasst sind. Der höchste pH-Wert wird sich (Wenn man mal Einleitungen ausklammert) im Sommer Spätnachmittags, nachdem den ganzen Tag die Sonne reingeleuchtet hat, einstellen.

    Zitat Zitat von marcel_reelcollector Beitrag anzeigen
    Hat schon mal jemand was von Euch über Kalkzuführung gehört?
    Kalkzufuhr macht man vor allem um die Gewässerfruchtbarkeit zu erhöhen und gegebenenfalls um extrem niedrige pH-Werte zu puffern. Da würd ich in jedem Fall erst mal die Carbonathärte messen.

  3. #13

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    AW: Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer

    Hallo
    Was sind es denn für Algen die da so wuchern?
    Normale algenblüte,die guten alten Schwebealgen,also grünes Wasser?

  4. #14
    Themenstarter

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    AW: Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer

    Zitat Zitat von feko Beitrag anzeigen
    Hallo
    Was sind es denn für Algen die da so wuchern?
    Normale algenblüte,die guten alten Schwebealgen,also grünes Wasser?
    Also die Algen, die da wuchern sind Fadenalgen. Das Wasser ist nach wie vor sehr klar, wenn man auf die Gewässeroberfläche schaut sieht es aber ehr bräunlich aus, nicht so typisch grünlich.

  5. #15
    Themenstarter

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    AW: Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen

    Da bin ich mal so unverschämt das anzuzweifeln. Auch Algen leben nicht von Luft und Liebe sondern brauchen Nährstoffe. Starke Algenblüten entstehen ja erst dann, wenn im Wasser reichlich Nährstoffe vorhanden sind und diese auch nicht von höheren Wasserpflanzen verwertet werden.

    Wie siehts denn überhaupt mit Unterwasserpflanzen aus?
    Habt ihr Phosphor und Stickstoff schon mal gemessen?

    Sehe ich auch so. Unter der Vorraussetzung, dass hier die Peaks erfasst sind. Der höchste pH-Wert wird sich (Wenn man mal Einleitungen ausklammert) im Sommer Spätnachmittags, nachdem den ganzen Tag die Sonne reingeleuchtet hat, einstellen.

    Kalkzufuhr macht man vor allem um die Gewässerfruchtbarkeit zu erhöhen und gegebenenfalls um extrem niedrige pH-Werte zu puffern. Da würd ich in jedem Fall erst mal die Carbonathärte messen.
    Hallo Toni,

    ich habe mal unser Meßprotokoll angehängt. Ich muß unseren Gewässerwart noch mal fragen wie er die Meßwerte erhebt. Wir haben nämlich 2011 ein Gerät angeschafft, dass bei der Messung vieler Werte hilft.

    Unterwasserpflanzen sind aufgrund des harten Untergrunds, des hohen Laubeintrags und der starken Beschattung durch Baumbewuchs eher Fehlanzeige, wir haben einen Schilfgürtel, eine kleine Seerose, aber keine ausgedehnte Unterwasserflora. Kann man so etwas eigentlich ansiedeln, und macht das Sinn?
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  6. #16

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    AW: Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer

    Hallo Marcel,
    das Protokoll gefällt mir gut, ich schreib mal ein paar Sachen, was mir an den Messungen auffällt.

    Es ist jeweils eine Bearbeitungstemperatur angegeben. Daher vermute ich, dass der GW die Proben zum Messen mit nach Hause nimmt. Das dürfte zumindest beim Sauerstoff zu Verfälschungen führen
    Die PH Werte scheinen OK
    Was mir fehlt ist die Carbonathärte/SBV. Es ist zwar eine Salzkonzentration angegeben, die ist aber eigentlich nur von untergeordnetem Interesse.
    Bei Ammonium, Nitrit, Nitrat und Phosphat steht jeweils 0. Ich vermute mal dass da nicht gemessen wurde. Selbst die einfachsten Tests müssten da irgendein Ergebnis bringen.
    Interessant wäre jetzt mal als erstes, welche Geräte/Tests verwendet wurden.

    Zu den Pflanzen: Da gibts schon Möglichkeiten zur Förderung. Irgendwer, ich glaube Mattes hat mal was dazu geschrieben Drahtkäfige aufzustellen um den Aufwuchst anfangs vor den Fischen zu schützen.

    LG
    Toni

  7. #17
    Themenstarter

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    AW: Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer

    Hallo Toni,

    ich war selbst bei den Messungen am Anfang dabei, wir konnten jeweils mit den Reagenzien niemals einen Wert für Ammonium, Nitrat, Nitrit feststellen.
    Auch haben wir die Proben am Anfang entnommen und zu Hause mit Reagenzien untersucht. Inzwischen haben wir ein Meßgerät, welches weiß ich nicht genau, ich werde unseren Gewässerwart mal bitten, sich in die Diskussion einzuschalten, um diese Fakten beizusteuern, da ich selbst jetzt für einige Zeit wohl nicht antworten kann. Sauerstoff z.B. messen wir, glaube ich, inzwischen per Gerät, ebenso pH-Wert .
    Carbonathärte haben wir noch nicht ermittelt, scheint aber spannend zu sein (als Greenhorn frage ich mal: Wofür eigentlich?), werde ich mal weitergeben. Spannend wäre auch eine Messgerätempfehlung, denn je mehr man am Wasser recht einfach erfassen kann desto besser.

    Langsam wird´s hier sehr spannend, danke Euch.



    Marcel

  8. #18
    Avatar von Günter
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    AW: Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer

    Hallo Marcel

    Dein Protokoll ist zu ungenau hier fehlt der Gewässername und eine Ortsangabe für den Messpunkt nach Flußkilometer oder mindestens eine Markante
    Stellenangabe die leicht zu finden ist.
    Eine Entnahme- und Bearbeitungs-Temperatur ist auch nicht OK.
    Erhöht sich die Temperatur von der Entnahme bis zur Messung, sind die Werte nicht mehr zu gebrauchen!

    Wichtig für eine Messung sind die Werte: Wassertemperatur,Sauerstoffgehalt (bzw. Sauerstoffsättigung),Nitrit (NO²),SBV,PH-Wert,Ammoniak/Ammonium (NH3/NH4) Phosphat (PO4) sowie Chlorid, und diese alle in mg/l .

    Solltet ihr bei euren Messungen keine Werte festgestellt haben, müsst ihr was falsch gemacht haben.
    Sind die Ergebnisse höher als die Meßskala , kann die Reagenzie mit destiliertem Wasser verdünnt werden und muß natürlich bei der Ablesung multipliziert werden.
    Ich werde bei Gelegenheit mal Bilder meiner Messkoffer ins Forum stellen.
    Wir werden das Wasser erst missen, wenn die Quellen versiegt sind.

  9. #19
    Avatar von Schnickes
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    AW: Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer

    Sehe das wie Günter. Gar kein Nitrat oder Phosphat wäre schon erstaunlich.

    Ich finde auch 2 Messungen pro Jahr etwas wenig, da es wirklich nur Momentaufnahmen sind.
    Viele Grüße,
    Niklas

    Gewässerwart Blog

  10. #20

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    2

    AW: Notfallplan für vom Umkippen bedrohtes Gewässer

    Hallo Günter, hallo Zusammen,

    ich darf mich auch kurz vorstellen:
    Mein Name ist Peter Krings, ich bin der Gewässerwart vom Angelverein Habbelrath und klinke mich jetzt auch in das Forum ein.
    Mein Angelkollege Marcel hat Euch ja schon das Protokoll von der Gewässeruntersuchung übermittelt.
    Nun einige Antworten:
    Der Gewässername lautet: Salzweiher
    Ortsangabe: Frechen
    Ortsangaben sind nach meiner Rechereche gemacht, Salzweiher ....
    Was ist an der Entnahme- und Bearbeitungs-Temperatur nicht ok ??? Zuhause ist es doch wärmer oder ???
    Soll ich meinen Chemiekoffer am See auspacken und anfangen zu testen ??? ..
    Am See messe ich den PH Wert, die Leitfähigkeit, den gelösten Sauerstoff im Wasser und den Salzgehalt mit einem Messgerät von PCE - (PHD 1).
    Zuhause; etwa 5 min später packe ich dann mein Analysekoffer aus und bestimme die Gesamthärte, Ammonium, Nitrit, Nitrat und Phosphat.
    Die ersten Messungen habe ich mit Marcel durchgeführt und wir hatten bei Ammonium, Nitrit, Nitrat und Phosphat
    einen Wert von 0.
    Leider bin ich kein Chemielaborant ect. nur Laie, der sich die Dinge mühsam erarbeitet hat.
    Anregungen und Tips sind herzlich willkommen.

    Bis bald

    Peter


    Zitat Zitat von Günter Beitrag anzeigen
    Hallo Marcel

    Dein Protokoll ist zu ungenau hier fehlt der Gewässername und eine Ortsangabe für den Messpunkt nach Flußkilometer oder mindestens eine Markante
    Stellenangabe die leicht zu finden ist.
    Eine Entnahme- und Bearbeitungs-Temperatur ist auch nicht OK.
    Erhöht sich die Temperatur von der Entnahme bis zur Messung, sind die Werte nicht mehr zu gebrauchen!

    Wichtig für eine Messung sind die Werte: Wassertemperatur,Sauerstoffgehalt (bzw. Sauerstoffsättigung),Nitrit (NO²),SBV,PH-Wert,Ammoniak/Ammonium (NH3/NH4) Phosphat (PO4) sowie Chlorid, und diese alle in mg/l .

    Solltet ihr bei euren Messungen keine Werte festgestellt haben, müsst ihr was falsch gemacht haben.
    Sind die Ergebnisse höher als die Meßskala , kann die Reagenzie mit destiliertem Wasser verdünnt werden und muß natürlich bei der Ablesung multipliziert werden.
    Ich werde bei Gelegenheit mal Bilder meiner Messkoffer ins Forum stellen.

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