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Thema: Mittelweseranpassung für GMS

  1. #1

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    Mittelweseranpassung für GMS

    Von der Weseranpassung für Großmotorschiffe (ca. 110 Meter lang) hab ich in den letzten Jahren mal was gehört, dann aber nicht mehr so wahrgenommen. Bis jetzt, wo an einer Flussbiegung auf ca. 1 km Länge das Ufer auf der Brinkseite abgetragen wird. Hab dann im Web nachgeschaut. Mittelweseranpassung in der Stauhaltung Dörverden ist in vollem Gange. In der Stauhaltung Langwedel soll sie bereits abgeschlossen sein. Kann jemand sagen wie sich die Anpassung dort auswirkt ?? Liest sich auf deren Web-Seite ja nicht so schlecht. Von seitlichen Flutrinnen ist da zu lesen und der Wellenschlag soll durch eine Röhrichtzone gebremst werden. Um mal konkret zu werden. Reichen der Weser diese Naturausgleichszonen ? Ich sag mal so. In einem Fluss der einem Kanal ähnelt sind Maßnahmen die die Monotonie durchbrechen wohl eine Verbesserung. Hingegen, wenn es nur gemacht wird damit jetzt Riesenpötte auf der hier sehr schmalen Weser fahren können bleibe ich skeptisch. Eine Weservertiefung droht ja auch noch, nur wurde diese wegen klammer Kassen erstmal verschoben. Somit können diese Schiffe erstmal nur mit 2,5 statt der möglichen 2,8 Meter Abladetiefe fahren.
    Gruß Uwe

  2. #2
    Moderator Avatar von Steini
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    AW: Mittelweseranpassung für GMS

    Als die Anpassung bekannt wurde, hatte ich fast Panik.
    Aber, es geht ja darum auf einem recht kleinen Fluss nun größere Schiffe fahren zu lassen.
    Den Abschnitt den Du nachfragst, wurde kaum sichtbar und nur gering verändert.
    (Es wurde tiefer was nun den Sog der Schiffe verringert, der Kanal und die Schleuse wurden verbreitert und angepasst.)
    Denn durch die Aller ist dort ja dann gut 30 % mehr Wasser vorhanden.
    Unterhalb der Aller folgt dann ein langer Kanal bis Achim, dort parallel muss die Weser also nicht schiffbar gehalten werden.
    Zwischen Achim und Bremen gibt es eine Engstelle, die aber bisher noch nicht beseitigt werden soll.

    Zwischen Minden und der Allermündung, fanden größere Baumaßnahmen statt.
    Dort ist sie ungleich stärker ausgebaut und gleicht in meinen Augen bei geringer Wasserführung eher einem Kanal.
    Merkt man wenn man sich im Boot treiben lässt und einfach nicht stromab treibt.

    Kann man prima mit von den Ausflugsdampfer der "Weserflotte" betrachten.
    Minden-Nienburg, Verden-Nienburg, Verden-Bremen, Bremen-Bremerhaven sind Tagesturen mit Hin und Rückfahrt und recht günstigen guten Essen.
    Kostet etwa 40€ je Karte
    Gruß Steini

  3. #3
    Themenstarter

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    AW: Mittelweseranpassung für GMS

    In der Stauhaltung Dörverden und Drakenburg sind jeweils 7 Uferrückverlegungen geplant. Andere Engstellen werden belassen um nicht zu sehr einzugreifen. Sich entgegenkommende Schiffe müssen dann halt mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Sicher gibt es auch Chanchen durch die Uferrückverlegungen. Bessere Aufwuchsbedingungen für Fischbrut bsw. Besonders für den Hecht seh ichs optimistisch wenn er nun Laichplätze in der Weser findet. Aber auch für andere Tiere wie Amphibien und Wasserinsekten sind diese Flachzonen günstiger als diese Steinpackungen. Vielleicht ist das sogar eine win win Situation solange der Schiffsverkehr nicht überhand nimmt.
    Gruß Uwe

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