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Thema: Gemeiner Schwimmfarn (Salvinia natans)

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    GW-Forum Team Avatar von Albert
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    Gemeiner Schwimmfarn (Salvinia natans)

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ID:	5672


    Systematik:

    Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
    Ordnung: Schwimmfarnartige (Salviniales)
    Familie: Schwimmfarngewächse (Salviniaceae)
    Gattung: Schwimmfarne (Salvinia)
    Art: Gemeiner Schwimmfarn

    Wissenschaftlicher Name: Salvinia natans (L.) Allioni

    Synonyme: Gewöhnlicher Schwimmfarn

    Beschreibung:

    Einjährig, schwimmend, mit 5–10 cm langer Achse. Blätter in dreizähligen Quirlen, wobei zwei Blätter als gegenständige Schwimmblätter und das dritte als Wasserblatt ausgebildet sind.
    Schwimmblätter eiförmig, bis 1,2 cm lang und 0,7 cm breit, oberseits dicht behaart. Wasserblätter wurzelartig zerteilt. Die Sporen werden in weißlichen Kugeln am Grunde der
    Wasserblätter gebildet. Die Sporangien sind in Gruppen von sechs bis acht an der Basis der Unterwasserblätter verteilt.

    Vorkommen/Einwanderung:

    In flachen, nährstoffreichen, zumeist stehenden Gewässern und in Flussauen, die sich schnell erwärmen.
    Die Art ist in sommerwarmen Gebieten Eurasiens verbreitet, mit Schwerpunkten in Ostasien sowie in Süd- und Osteuropa. In Mitteleuropa tritt sie nur selten auf, etwa an der Oder, der Havel und der Mittelelbe sowie in der Oberrheinebene von Karlsruhe bis Offenbach am Main und in Bayern. In Nordamerika wurde sie als Aquarienpflanze eingeschleppt.

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Name:	SAM_0967.jpg
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ID:	5674

    Gefährdung:

    In der Roten Liste Deutschlands wird Salvinia natans als stark gefährdet eingestuft. In Österreich und der Schweiz fehlt die Art.

    Fortpflanzung:

    Die Salvinia-Sporophyten sterben im Herbst bei absinkenden Temperaturen allmählich ab. Die Sorocarpien
    (auch „Sporocarpien“ genannt), die aus Sporangien und Indusienhüllen bestehen, sinken im Laufe des
    Herbstes samt den Resten absterbender Wasserblätter auf den Grund der Gewässer, wo sie frostfrei überwintern.
    Nach Verwitterung der Hüllen der Sorocarpien steigen die Sporangien normalerweise im Frühjahr
    an die Wasseroberfläche auf, wo die weitere Entwicklung vonstatten geht. Das Ausreifen der Sorocarpien,
    die Verwitterung ihrer Hüllen und das Aufsteigen der Sporangien sind vom Klima, insbesondere von der
    Temperatur abhängig. Werden die abgefallenen Sorocarpien bei Zimmertemperatur aufbewahrt, steigen
    die Sporangien bereits im Winter auf
    Siehe auch "PDF Bibliothek" der Uni Halle:
    Salvina 123-304-1-SM.pdf

    Heilwirkung:

    Nicht bekannt

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Name:	SAM_0968.jpg
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ID:	5673

    Weitere Infos:

    Die Gattung Salvinia ist mit 10 Arten überwiegend im tropischen, subtropischen und im warmtemperierten
    Zonobiom der Erde verbreitet (vgl. Mabberley 1997). Mehrere Arten wurden von ihren Ursprungsregionen
    verschleppt, dies belegen u.a. Proctor (1989), Burrows (1990) und Roux (2001). In Europa ist nur
    Salvinia natans, die Typus-Art der Gattung, heimisch. Sie ist eurasisch verbreitet und dringt lediglich
    in Ostasien in die subtropische Zone vor (vgl. Meusel et al. 1964). Es ist die einzige Salvinia-Art, die
    mit längeren Frostperioden konfrontiert ist. Die Sporangien der sommerannuellen Art fungieren als
    Ruhestadien während des Winters.

    Chemische Parameter:

    PH 6 bis 8
    KH 2 bis 12
    Die Schimmblattpflanze liebt nährstoffreiches Wasser.
    Bei entsprechend sonnigen bis halbschattigen Standorten bildet die Pflanze ausgeprägte Teppiche aus.

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    Fundort der abgebildeten Pflanzen:

    Auen-Altgewässer der Mulde bei Dessau.
    In vergangenen Jahren vermehrte sich Salvinia natans nach Information des Dessauer Angelvereins flächendeckend auf dem Gewässer.

    Es bleibt nach dem langen Winter 2012/2013 spannend, wie sich die Pflanze weiterentwickelt.
    Salvinia natans wächst in Teilen des Gewässers in einer zwischenartlichen Konkurrenz mit dem Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae), welcher
    augenscheinlich Salvinia natans verdrängt.


    Wikipedia
    Floraweb
    Heimbiotop
    Flora.com
    Bayernflora
    Infoflora ch
    Lubw.baden-wuerttemberg.de
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