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Thema: Flussbarsch (Perca fluviatilis)

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    GW-Forum Team Avatar von Thorsten
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    Flussbarsch (Perca fluviatilis)

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Name:	Barsch.jpg
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Größe:	97,7 KB
ID:	94Regionale Bezeichnungen: Kretzer; Egli (Bodensee)

    Systematik:
    Klasse: Actinopterygii; Strahlenflosser
    Ordnung: Acanthopterygii; Stachelflosser
    Familie: Percidae; Barschartige
    Gattung: Perca
    Art: fluviatlis, Flussbarsch

    max: Länge: >50cm
    Gewicht: Ausnahmefische bis >3kg

    Flossenformel:
    D1 XIII-XVII;
    D2 I-II/13-15
    A II/8-10
    P /14
    V I/5

    Körperbau:

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Name:	STH70746.jpg
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ID:	2065Der Barsch besitzt eine geteilte Rückenflosse, die mit spitzen Strahlen ausgestattet ist. Die geteilte Rückenflosse grenzt die Barschartigen deutlich von anderen Arten ab. Auf der vorderen Rückenflosse befindet sich am Ende ein schwarzer Fleck. Die Körperfarbe ist vom Gewässer abhängig, und reicht von einem mittleren Grau, über grau-grünliche Farbgebungen, die wohl die Regel darstellen, bis hin zu einem beinahe schwarzen Rücken. Der Bauch ist hell gefärbt, fast weiß. Des Weiteren besitzt er rötlich gefärbte Brust- und Bauchflossen und 6-9 dunkle, senkrecht verlaufende Bänder über Rücken und Flanke. Der Flussbarsch besitzt Kammschuppen, die sehr rau sind. Das Maul ist leicht oberständig bis beinahe endständig. An den Kiemendeckelrändern befindet sich beiderseits am Ende ein spitzer Dorn.



    Wachstum:

    Der Flussbarsch gilt gemeinhin in der Literatur als eher langsamwüchsiger Fisch, der zur Verbuttung neigen kann, wenn die Gewässerverhältnisse ungünstig sind. Das Abwachsen ist abhängig von den genetischen Anlagen der Flussbarsche und ihrem Lebensraum, also dem Nahrungsvorkommen und der Wassertemperatur über das Jahr betrachtet. Eine Gewässeruntersuchung in Baden-Württemberg hat Barsche von 42-46cm hervorgebracht, die gerade einmal zwischen 5 und 7 Jahren alt waren, was die bisher gängigen Wachstumstabellen signifikant unterschreitet. Bisher wurde für diese Größenklassen ein Alter von ca. 20 Jahren erwartet.

    In hechtdominierten Gewässern scheinen sich Barsche schneller zu einer hochrückigen Körperform zu entwickeln, als dies unter geringerem Prädatorendruck der Fall wäre. Die mittlere Länge wird mit 25cm angegeben, er kann aber auch bis zu 60 cm unter optimalen Bedingungen erreichen.

    Fortpflanzung:

    Die Geschlechtsreife tritt zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr ein. Wobei die Milchner früher geschlechtsreif werden als die Rogner. Ein Laichausschlag wird nicht ausgeprägt, die Geschlechter sind äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden. Flussbarsche sind Haftlaicher, heften also ihren Laich in Form von Laichbändern, die ca 2mm breit und über 1m lang sein können, im Litoral an Pflanzen, Wurzeln, versunkene Äste und Steine an. Die Laichzeit zieht sich von März bis in den Juni hinein, bei einer optimalen Temperatur von 7-8 °C. Pro Rogner werden bis zu 300 000 Eier abgegeben.

    Die Eier sind 2-2,5 mm groß. Nach ca 2- 3 Wochen oder 140 Tagesgraden schlüpfen die 5-6mm großen Larven, die mittels eines Öltropfens im Dottersack an die Oberfläche kommen, wo sie ihre Schwimmblase mit Luft füllen.

    Lebensraum:

    Der Barsch kommt in Mitteleuropa bis Asien vor. Dabei bewohnt er sowohl langsam fließende wie auch stehende Gewässer. Auch in der Brackwasserregion fühlt er sich wohl. Der Flussbarsch ist ein Schwarmfisch, der mit zunehmender Größe und Alter immer kleinere Schwärme bildet, bis hin zum Einzelgänger. Im Sommer scheinen sich besonders die größeren Barsche einzeln zu bewegen, im Herbst bilden sie dann wieder kleinere Schwärme aus.

    Besonderes:

    Man unterscheidet beim Barsch 3 ökologische Formen. Den intensiv gefärbten Krautbarsch (Uferregion), den hellen Jagebarsch (Freiwasser), sowie den dunklen Tiefenbarsch.


    Nahrung:

    Die Larven ernähren sich von Zooplankton, später kommen Insekten und deren Larven hinzu. Die Barsche ernähren sich später auch häufig piscivor , auch Krebse zählen zu seiner Beute.

    Weiterführende Links und Studien:

    Dominanzverhältnisse, Interaktionen und räumliche Verteilung von Barsch, Plötze und Seeforelle in der mesotrophen Talsperre Saidenbach Dissertation von Kahl U.; Dresden 2003
    Barsch

    Quellen:



    Interessante GW-Forum Berichte zum Barsch
    Geändert von Georg (09.07.11 um 00:13 Uhr)

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